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ELIZA: FLUCHT AUS DER UKRAINE

Eliza (21) sieht ihre Eltern erstarrt aus dem Fenster blicken und sie weiss, dass von nun an alles anders sein wird: Draussen ist Krieg. Russland hat die Ukraine überfallen. Eliza lässt ihr altes Leben zurück und flieht mit ihrer Familie in die Schweiz.

In einem Alter, in dem sie ihren Wünschen und Träumen entgegen gehen sollte, muss sie vieles von vorne beginnen. Sie erlebt Trauer und Wut, findet aber auch Halt und Kraft. Eine wichtige Rolle spielen dabei ihre Mutter und ihre Schwester.

Ich habe Eliza an den Schweizer Jugendfilmtagen kennengelernt. Sie hat mit anderen Jugendlichen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, einen Film gedreht, in dem sie von ihren Gefühlen erzählen. Der Film hat mich zutiefst berührt und ich habe mich gefragt, warum ich so selten diese jungen SPmmen höre, die von Verlust und Schmerz durch Krieg erzählen.

Eliza und ich haben uns für dieses Projekt über mehrere Monate getroffen und in ihrer neuen Umgebung Bilder gemacht. Die viele Zeit war nötig: Wie drücke ich ihre Gefühle aus? Wie zeige ich, was für das Auge unsichtbar ist? Diese Sprache musste ich erst finden, dann lernen und schliesslich Eliza übersetzen: Ergibt es Sinn für Eliza, was ich mit der Kamera über sie erzähle?

Diese Vorgehensweise war für mich neu: Als Audiojournalistin bin es gewohnt, dass die Menschen erzählen, was ist. Mich mit der Kamera Schicht für Schicht vorzuarbeiten, hat mir Perspektiven eröffnet, die meine Welt erweitern.

Die Bilder und das Audio sind 2025 / 2026 im Rahmen meines Studiums der Dokumentarischen Fotografie am MAZ Luzern entstanden und sind Teil meiner Diplomarbeit. Ein Teil der Serie Eliza war an der PhotoSchweiz 2026 ausgestellt.

© REENA THELLY, ALLE RECHTE VORBEHALTEN