Die Last auf seinen Schultern

«Ich bin ein obdachloser Selfmade-Multi-Tausendär», sagt Kostja. Sein Markenzeichen: Kiloschwere Säcke, die er mit sich schleppt. So, wie das viele Obdachlose tun. Es sind Dinge, die er braucht und Dinge ohne offensichtlichen Nutzen: Kostja hat das Messie-Syndrom. Deswegen habe er vor vier Jahren seine Wohnung verloren. Schwerer als die Last, die er wortwörtlich auf seinen Schultern trägt, wiege die Belastung seiner psychischen Krankheit.

Mitleid will Kostja nicht: Er ist frei und zuhause, wo ihn der Zug hinfährt. Der 49-Jährige sammelt Depotflaschen und spart sich so jedes Jahr Tausende von Franken für ein 1. Klasse-GA zusammen: «Ich bin ein erfolgreicher Glückssucher», sagt Kostja, «und heute ist ein guter Tag!»

Hier erzählt er seine Geschichte:

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